(BaSta) Wie passt das zusammen? MDR, Altersarmut und amtliche Sozialberichterstattung. a) "Laut einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) steigt das Armutsrisiko bis 2036 im Westen von derzeit 15 auf 17 Prozent; im Osten dagegen erhöht es sich im gleichen Zeitraum von momentan 21 auf 36 Prozent." (MDR - exakt aktuell, “Risiko für Altersarmut: Im Osten künftig doppelt so hoch wie im Westen", 01.11.2017 - http://www.mdr.de/investigativ/mehr-altersarmut-in-mitteldeutschland-100.html) b) Die Armutsgefährdungsquoten bezogen auf den Bundesmedian in der Altersgruppe 65 Jahre und älter laut amtlicher Sozialberichterstattung der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Mikrozensus, IT.NRW) im Jahr 2016: Westdeutschland 15,3 Prozent, Ostdeutschland 12,8 Prozent - bei "momentan 21 Prozent" im MDR. (siehe Bund, West- und Ostdeutschland, Länder, insgesamt und differenziert nach Geschlecht 2005 bis 2016: Download_BIAJ20171102MAT - wg. "Jamaika" unbedingt auch Bayern im Negativ-Ranking beachten!) (Ende BaSta, Stand: 02.11.2017, 15:05 Uhr)
Die Antwort auf die Eingangsfrage: Die in MDR-aktuell genannten Armutsrisikoquoten beziehen sich, anders als die Armutsgefährdungsquoten 2016 (bzw. 2005 bis 2016) im Download, nicht auf die Bevölkerung im Alter von 65 Jahren insgesamt sondern auf die Neu-Rentner (w/m) in der Fünf-Jahres-Gruppe 2015-2020 ("derzeit") und in der Fünf-Jahres-Gruppe 2031-2036 ("bis 2036"). (vgl. "Politikszenario 2: Stabilisierung des Rentenniveaus bei 46%" - Tabelle 29 in der Studie "Entwicklung der Altersarmut bis 2036 - Trends, Risikogruppen und Politikszenarien", erstellt von Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung und Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, 26. Juni 2017) (Stand: 02.11.2017, 23:50 Uhr)