Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsfähige Leistungsberechtigte: Ländervergleich November 2025 (mit bremischen Städten)
- Details
(BIAJ) November2025 (Stichtag 12.11.) 4,625 Millionen Arbeitsuchende – darunter: 2,885 Millionen registrierte Arbeitslose, der höchste November-Bestand seit 15 Jahren (November 2010: 2,927 Millionen Arbeitslose). 1,079 Millionen der registrierten Arbeitslosen waren bei den Agenturen für Arbeit und 1,806 Millionen bei den Jobcentern registriert.
111.000 (4,0 Prozent) mehr registrierte Arbeitslose als im November 2024 – 106.000 (10,9 Prozent) mehr bei den Agenturen für Arbeit und 5.000 (0,3 Prozent) mehr bei den Jobcentern. (siehe Tabellen 1, 2 und 3). (1) 71.000 (4,6 Prozent) mehr arbeitslose Männer, 40.000 (3,2 Prozent) mehr arbeitslose Frauen als im November 2024. (siehe Tabelle 4)
Im Ländervergleich reichten die Veränderungsraten (im Vorjahresvergleich) bei den registrierten Arbeitslosen insgesamt von +0,2 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern (MV) bis +7,0 Prozent in Bayern (BY). (Land Bremen: +2,7 Prozent; Stadt Bremen: +3,9 Prozent; Bremerhaven: -1,5 Prozent; siehe Tabellen 1 und 7)
Die Veränderungsraten (Vorjahresvergleich) der registrierten arbeitslosen Frauen reichten im Ländervergleich von -0,5 Prozent (SH) bis +6,6 Prozent (BE). (siehe Tabelle 4, Spalte 16, Seite 6)
Die Veränderungsraten (Vorjahresvergleich) der registrierten arbeitslosen Männer reichten im Ländervergleich von +0,5 Prozent (MV) bis +8,0 Prozent (BY). (siehe Tabelle 4, Spalte 9, Seite 6)
Die Veränderungsraten (Vorjahresvergleich) der registrierten Arbeitslosen im Alter von unter 25 Jahren reichten im Ländervergleich von +0,5 Prozent (HB) bis +13,7 Prozent (HH). (DE: +5,7 Prozent; HB: +0,5 Prozent; siehe Anhang, Seite 10)
3,819 Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB - SGB II - Hartz IV), 3,1 Prozent (122.000) weniger als im November 2024 (vorläufig). Die Veränderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den ELB reichten im Ländervergleich von ‑5,6 Prozent in Thüringen (TH) bis -1,8 Prozent in Berlin (BW). Erinnerung: ELB im November vor 10 Jahren (November 2015) 4,241 Millionen. ELB-November-Maximum: 5,279 Millionen im November 2006.
Zum Länder- und Rechtskreisvergleich (insgesamt, SGB III und SGB II) im November 2025 und November 2024 - Arbeitsuchende (darunter registrierte Arbeitslose, differenziert nach Geschlecht) und erwerbsfähige Leistungsberechtigte - siehe die BIAJ-Kurzmitteilung (PDF) vom 28. November 2025 mit bremischer Ergänzung und u25-Anhang auf Seite 10: Download_BIAJ20251128 (zwei Text- und acht Tabellenseiten und Dezember-Vergleich auf Seite 11; bremische Städte auf Seite 9)
(1) wg. Rundung im Text auf 1.000 können Rundungsdifferenzen bei Summenbildung auftreten
Eurostat: Deutschland ist kein "Spitzenreiter bei Sozialausgaben"
- Details
(BIAJ) Ein Blick in die Daten des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat), die der am 24./25.11.2025 vielfach zitierten IW-Studie (Institut der deutschen Wirtschaft: IW-Report 61/2025 vom 24.11.2025) zugrunde liegen, zeigt:
Die Bundesrepublik Deutschland ist mit einem dort genannten (vorläufigen) Anteil von 40,6 Prozent in 2023 (gerundet auf 41 Prozent) nicht „Spitzenreiter bei Sozialausgaben“. Das Ranking dieser „Ausgaben des Staates nach Aufgabenbereichen (COFOG)“ im Ausgabenbereich „Soziale Sicherung“ (Anteil in Prozent an den Gesamtausgaben) beginnt 2023, absteigend sortiert, mit Finnland (46,0 Prozent). Es folgen Luxemburg (42,2 Prozent), Dänemark (41,5 Prozent), Frankreich (40,9 Prozent vorläufig) und Spanien (40,7 Prozent vorläufig). Auf Rang sechs dann Deutschland mit 40,6 Prozent. (vorläufig; siehe Eurostat-Tabelle: Download_20251125, Seite 1) Der Verfasser der IW-Studie teilte auf Anfrage des BIAJ am 25.11.2025 auf Anfrage mit: „Bedauerlicherweise haben einige Medien gestern getitelt, Deutschland habe (europaweit) die höchsten Sozialausgaben. Das ist natürlich nicht korrekt und steht auch nicht in der Studie.“ Wie "die Medien" dies sehen, die über die IW-Studie unter der Überschrift "Deutschland Spitzenreiter bei den Sozialausgaben" (oder ähnlich) berichteten, und ob sie ihre Meldungen korrigieren, ist dem BIAJ bisher nicht bekannt.
Weiterlesen: Eurostat: Deutschland ist kein "Spitzenreiter bei Sozialausgaben"
Renten wegen Alters 2019 und 2024: Rentenzahlbeträge differenziert nach Geschlecht und Alter
- Details
(BIAJ) Ein unkommentierter Blick auf den nach Geschlecht und Alter (Geburtsjahr) differenzierten durchschnittlichen monatlichen Rentenzahlbetrag der Rentnerinnen (w) und Rentner (m) mit einer Rente wegen Alters am 31.12.2019 und 31.12.2024 (Rentenbestand) und auf die Lücke zwischen den Rentenzahlbeträgen (w < m in den Altersjahren und insgesamt). (1)
Vier BIAJ-Abbildungen: Download_BIAJ20251125 (PDF: vier Seiten und/oder unten)
(1) Abstand (in Prozent) des Rentenzahlbetrages der Rentnerinnen (w) vom Rentenzahlbetrag der männlichen Rentner (m = 100 Prozent)
31.12.2024: Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag der Frauen im Alter von 67 Jahren (1.028 Euro) lag 24,9 Prozent (341 Euro) unter dem der Männer im gleichen Alter (1.369 Euro), der durchschnittliche Rentenzahlbetrag der Frauen im Alter von 75 Jahren (908 Euro) lag 31,7 Prozent (422 Euro) unter dem der Männer im gleichen Alter (1.330 Euro), der durchschnittliche Rentenzahlbetrag der Frauen im Alter von 85 Jahren (908 Euro) lag 39,4 Prozent (591 Euro) unter dem der Männer im gleichen Alter (1.499 Euro) und der durchschnittliche Rentenzahlbetrag der Frauen im Alter von 95 Jahren (836 Euro) lag 46,6 Prozent (729 Euro) unter dem der Männer im gleichen Alter (1.565 Euro). Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag der Frauen insgesamt (955 Euro) lag 32,1 Prozent (450 Euro) unter dem der Männer insgesamt (1.405 Euro). (Lücken errechnet aus nicht gerundeten Beträgen) (BIAJ-Abbildung 1 von 4)
Duale Berufsausbildung: Immer weniger bestandene Abschlussprüfungen – ein Blick auf die Jahre 2009 bis 2024 (Bund und Länder)
- Details
(BIAJ) Vier Jahre nach dem ersten „Corona-Jahr“ 2020 sank die Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen in der dualen Berufsausbildung auf den tiefsten bisher ermittelten Stand. Die amtliche Berufsbildungsstatistik berichtet für das Jahr 2024 nur noch insgesamt 339.219 bestandene Abschlussprüfungen – 8.352 (2,4 Prozent) weniger als im Vorjahr 2023, 44.079 (11,5%) weniger als im „Vor-Corona-Jahr“ 2019 und 139.818 (29,2 Prozent) weniger als 2010. Nach 2010 ist die Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen in jedem Jahr (bisher bis 2024) gesunken. (siehe BIAJ-Abbildung 1 von 17 unten bzw. auf Seite 1 von 17 der PDF)
25,8 Prozent der Abschlussprüfungen in der Bundesrepublik Deutschland wurden 2024 im Alter von unter 21 Jahren bestanden. (2009: 33,0 Prozent) In den Ländern reichte dieser Anteil in 2024 von 44,3 Prozent in Bayern bis lediglich 14,1 Prozent in Hamburg und 13,0 Prozent im Land Bremen. (Bremen, Hamburg und Bayern siehe unten bzw. auf Seite 5, 3 und 10 der PDF)
29,1 Prozent der Abschlussprüfungen wurden im Alter von 24 Jahren und älter bestanden. (2009: 19,2 Prozent) In den Ländern reichte dieser Anteil von 19,1 Prozent in Thüringen, 19,7 Prozent in Sachsen und 19,9 Prozent in Bayern bis 40,1 Prozent in Berlin, 41,3 Prozent im Land Bremen und 41,4 Prozent in Hamburg.
Zur Entwicklung der Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen in der Bundesrepublik Deutschland und in den 16 Ländern (von Schleswig-Holstein bis Thüringen) – differenziert nach Alter – siehe die BIAJ-Abbildungen hier: Download_BIAJ20251121_1 und Download_BIAJ20251121_2 – aus technischen Gründen zwei PDF. Teil 1: von DE und SH bis SL, Teil 2: BE bis TH)

Arbeitslosengeld-II-Sozialgeld- und Bürgergeld-Ausgaben von 2010 bis Oktober 2025
- Details
(BIAJ) Von Januar bis Oktober 2025 wurden vom Bund für das „Bürgergeld“ insgesamt 24,683 Milliarden Euro ausgegeben (1), 47 Millionen Euro (0,2 Prozent) weniger als die 24,730 Milliarden Euro, die von Januar bis Oktober 2024 ausgegeben wurden. Mit anderen Worten: In den ersten 10 Monaten des laufenden Haushaltsjahres wurden 47 Millionen Euro weniger für das „Bürgergeld“ ausgegeben als in den ersten 10 Monaten des Vorjahres 2024. (1)
Von der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) wurde für Januar bis Oktober 2025 ein durchschnittlicher Bestand von 5,343 Millionen Regelleistungsberechtigten (RLB) berichtet (vorläufig) (2), 174.000 (3,1 Prozent) weniger als die durchschnittlich 5,517 Millionen RLB von Januar bis Oktober 2024. (3)

Weiterlesen: Arbeitslosengeld-II-Sozialgeld- und Bürgergeld-Ausgaben von 2010 bis Oktober 2025